.. oder auch nicht. Uns wurde gesagt, dass wir die Tickets am Samstag morgen kaufen können, da genügend vorhanden sind. Naja, leider standen wir dann doch ohne Tickets da und mussten uns nach einer Alternative umsehen. Im Shanghai Reiseführer wurde die Wasserstadt Zhujiajiao angepriesen, die mit dem Bus innerhalb einer guten Stunde zu erreichen ist.
Um an unsere Bustickets zu kommen, mussten wir zum Stadion von Shanghai, dass etwas außerhalb liegt. Kaum waren wir dort, wurden wir auch schon von Verkäufern bedrängt, die uns Angeln!! andrehen wollten. Da wir die nicht haben wollten, sind sie schnell zur Sache gekommen. Einer von ihnen zog einen geklauten Laptop aus seiner Umhängetasche und führte diesen auch gleich vor – Preis 100 Euro – älteres IBM Modell. Übrigens gibts unter dem Stadion haufenweise Läden, unter anderem einen Elektronikdiscounter – falls man doch keine Eintrittskarte hat, könnte man ja auf die Idee kommen einen Fernseher zu kaufen
(die Fußballspiele werden hier kostenlos übertragen)
In Zhujiajiao angekommen, haben wir festgestellt, dass der Bus die ganze Zeit mit offener Motorraumklappe gefahren ist, anscheinend um den Motor zu kühlen, denn wir haben es hier locker 23 Grad in der Sonne. Apropos fahren – neben Busfahreren sind Kapitäne auch für jede zerstörerische Aktion gut. Wir haben eine halbstündige Ruderbootstour durch Zhujiajiao gemacht, als wir dann doch noch etwas länger fahren wollten, hat der Käpten uns so lange ignoriert, bis wir ihm das Geld gegeben haben. Er war inzwischen vom offen Fluss in einen kleinen Seitenkanal gefahren, in dem uns zwei Boot entgegenkamen. Als er das Geld sah, griff er zu und achtete nicht mehr auf den Verkehr – unser Boot stellte sich quer, dann rammten wir ein Haus, brachen ein Stück Wand heraus und hielten alles auf, was an uns vorbeifahren wollte
Auf der Rückfahrt habe ich herausgefunden, warum die Fußwege in China so breit sind: Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass Fußgänger im Straßenverkehr nichts zu melden haben, die Krönung bildete der Stau, in den wir kamen. Unser Busfahrer schwenkte kurzerhand auf den Fußweg und heizte drauf los. Als wir auf eine Brücke kamen, an der es auf dem Weg wirklich eng wurde, öffnete er die Tür und machte die Fußgänger und Motorradfahrer zur Schnecke, so dass immerhin wir vorankamen
Die passenden Bilder werde ich demnächst hochladen. Bye.