Strafzettel

By Jan Christoph Ebersbach

Schatzkiste BankMoinmoin, sorry für das lange Schweigen, aber leider ist das Internet wirklich nicht so, wie es sich in Deutschland anfühlt :-/

Am vergangen Donnerstag habe ich meinen ersten Strafzettel bekommen – ich habe mich zu spät bei der Polizei gemeldet. Die Story ist hat am Freitag, den 10.11. begonnen, an dem ich in Shanghai ankam. Jeder Ausländer (vermutlich auch Chinese) ist verpflichtet sich nach spätestens 24 Stunden – maximal 3 Tagen – bei der Polizei anzumelden, genau das wurde mir auch hier bei Iaeste gesagt, jedoch sollte ich mich erst am Montag anmelden, da Iaeste noch irgendwas organisieren wollte.

Montag, Dienstag und Mittwoch habe ich dann regelmäßig nach meiner Anmeldung gefragt und wurde immer vertröstet. Am Donnerstag hat es mir dann gereicht und ich bin mit zwei Chinesen zur Polizei gegangen, die mich gleich zum zentralen Polizeirevier geschickt hat und dort habe ich dann mein erstes Ticket über 10 Euro bekommen :-)

Die 10 Euro konnten nicht direkt bei der Polizei bezahlt werden, sondern bei einer der X Banken, die es überall in China gibt. Natürlich habe ich den Strafzettel nicht bezahlt, stattdessen bin ich mit einer Kopie des Gesetzestextes zu meiner Chefin gefahren, die mir dann (entgegen früheren Ankündigungen) auch sofort die 10 Euro gegeben hat.

Um 17 Uhr war ich dann wieder in der Nähe des Polizeireviers, um meine Registrierung noch am selben Tag zu vervollständigen (ich war quasi den ganzen Tag mit Bus und Bahn unterwegs). Leider wurde in der Bank schon um 17 Uhr der Feierabend eingeläutet, so dass ich erstmal vor verschlossenen Türen stand. Ausdauerndes Winken brachte den Wachmann dann doch dazu die Tür zu öffnen :-) Beim Bezahlen des Strafzettels habe ich dann einen Blick auf die Schatzkiste werfen können, in der ein Haufen Geld (anscheinend die Tageseinnahmen) gelagert wurde. (Bilder gibt’s später, der Upload funzt gerade nicht)

Die Polizei war natürlich auch schon geschlossen, jedoch hat mich diesmal ein offenes Fenster gerettet, hinter dem noch gearbeitet wurde :-) So einfach kann man sich in China registrieren – in Beijing brauchte ich das übrigens nicht machen, da dies von den Hotels übernommen wird.

PS: Ohne die Hilfe einer chinesischen Studentin, die für mich übersetzt hat, wäre ich total verloren gewesen.

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