Der Alltag beginnt ;-)

By Jan Christoph Ebersbach

Moin, so langsam finde ich heraus, was ich eigentlich in meinem Praktikum machen soll :) Ich arbeite inzwischen nur noch sehr selten im Iaeste Büro, stattdessen bin ich jetzt bei Idsignet. Dort programmiere ich Java, insbesondere Portlets, JSPs und Hibernate Mappings. Wenn es fertig ist, soll daraus eine Plattform für Studenten und Unternehmen werden, die darüber besser zueinander finden sollen.

Das ganze Javagedöns frisst leider so viel Arbeits- und Festplattenspeicher, dass ich beides erstmal aufrüsten musste. Leider sind die Hardwarepreise nicht so traumhaft, wie ich es erwartet habe – es ist nur ein bissal günstiger als in Deutschalnd. Mein Chef lässt sich deshalb seinen Computerkram aus Hongkong schicken.

Letzten Freitag gab ein eine Abschiedsfeier für zwei Praktikanten, die wieder in ihre Heimat fliegen. Dabei ist mir aufgefallen, dass es nicht nur chinesische sondern auch jede Menge deutsche Wanderarbeiter. Unsere WG hat allein vier Deutsche, auf der Feier waren bestimmt nochmal 5 und jeder andere spricht zumindest ein wenig Deutsch, besonders die Chinesen :) – Apropos Chinesen: ab 23 Uhr fährt in Shanghai keine U-Bahn mehr – meine U-Bahn-Linie macht schon um 22 Uhr Schluss. Entsprechend früh gehen eigentlich alle Einheimischen zu Bett, d.h. ab 23 Uhr sind fast nur noch Ausländer unterweges, die man sonst im Stadtbild nicht sieht, da sie in der Masse untergehen.

Am Sonntag war ich übrigens in der Shanghai Community Church, die ca. 30 Minuten von mir entfernt ist. Die Kirche ist offen für Chinesen und für Ausländer, jedoch dürfen die Chinesen nicht zum Gottesdienst der Ausländer gehen – dagegen gibt’s ein Gesetz. Es gibt glatte 6 Gottesdienste am Sonntag, drei am Morgen (chinesisch), zwei am Nachmittag (englisch) und einen weiteren Chinesischen am Abend. Neben dem Gottesdienst gibt es noch eine ganze Reihe Hauskreise (wenn ich mich recht erinnere, über 30), die ich in dieser Woche besuchen will.


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