Archiv für Dezember 2006

Guten Rutsch

Dezember 29, 2006

Moinmoin, endlich schaffe ich es mal wieder etwas zu schreiben :) Zuerst haben mich die Weihnachtsfeiertage aufgehalten – hier habe ich nämlich keine. Als ich dann etwas schreiben wollte, gab’s ein Seebeben und kein Internet mehr :/ Aber nun ist es ja endlich soweit :)

Am vergangenen Samstag habe ich zum ersten Mal Mahjong gespielt. Ich habe mit drei Chinesen gespielt, die zum Teil seit 20 Jahren dabei sind – d.h. das Muster auf dem Stein wird mit dem Finger gelesen, anstatt einen Blick darauf zu werfen ;-) Bei Mahjong geht es darum zusammengehörige Steine zu sammeln, jedoch gibt’s diverse Sonderbedingungen, um gewinnen schließlich gewinnen zu können. Als Bonus verbessert man außerdem sein Chinesisch, besonders die Zahlen, denn jeden Stein den man ablegt, nennt man beim Namen .. und den erfährt man über den Buchstaben :) – Naja, habe trotzdem fast alle Spiele verloren. Aber im neuen Jahr geht’s weiter :D

Weihnachten war ich wieder in der Community Church – wie zu erwarten, war es noch voller als sonst. Aber deutlich heftiger war es wohl beim Abendgottesdienst der chinesischen Gemeinde (internationale und chinesische Gemeinde sind getrennt). Als ich um 16 Uhr bei der Kirche ankam, standen schon eine Menge Chinesen in einer langen Schlange vor der Kirche. Zuerst dachte ich, dass ich mich einreihen müsste, jedoch sind alle Ausländer an den Chinesen vorbei gelaufen. Die Leute bewegten sich auch nicht in die Kirche, sondern warten draußen. Als ich um 17 Uhr die Kirche verließ, standen noch mehr Leute in der Schlange. Inzwischen hatte ich erfahren, dass der chinesische Gottesdienst um 18 Uhr beginnt und sie nur noch eine Stunde warten mussten.

Apropos Kirche, am Freitag (15.12.) war ich auf einem Konzert der Newsboys, das in meiner Kirche beworben wurde. Es waren um die 2500 Leute auf dem Konzert (diesmal durften auch Chinesen ohne ausländischen Pass teilnehmen) und es wurde relativ offen über Gott gesprochen. Erstaunt hat mich, dass ich nach der Veranstaltung keine CD kaufen konnte. – Antwort: Nein, wir dürfen keine CDs verkaufen, jedoch kannst Du sie einfach bei Amazon bestellen.

Auf in die Gegenwart – mein Lieblingsgrillmeister (siehe früheres Posting), bei dem ich regelmäßig leckere Fleischspieße esse, hat gestern Ärger mit der Polizei bekommen. Anscheinend ist der Verkauf von Dingen auf offener Straße nur halb legal und wird, wie die Raubkopien, in Zukunft stärker verfolgt werden. Ich hoffe, dass er heute wieder etwas verkaufen darf :) Übrigens, ich habe mich kürzlich wieder mit ihm unterhalten und erfahren, dass er zehn Geschwister hat, außerdem ist er mit der Blumenverkäuferin verheiratet und findet den Bartwuchs der Han-Chinesen sehr mäßig (ob ich das wohl alles richtig verstanden habe, who knows :)

Und noch eine interessant Sache habe ich heute erfahren: die chinesische Regierung hat den 2. und 3. Januar, neben dem 1., zum Feiertag erklärt – cool :) findet mein Chef auch und erlaubt mir das ganze WoEnde in die Firma zu kommen ;)

Update: Ich habe seit ein paar Tagen keinen Fleischspieß mehr essen können, da der Verkäufer nicht mehr kommt – Blumen und andere Dinge gibt’s jedoch immer noch.

Frohe Weihnachten

Dezember 22, 2006

Ich wünsche allen Lesern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest

Iss mich

Dezember 20, 2006

Ich muss nochmal auf das Essen zurückkommen. Neulich schrieb ich Euch von der Ente, die auf dem Gelben Berg an unserer Hauswand hing, hier ist sie nun endlich:

duck

Außerdem habe ich hier das wohl bekannteste Bild vom Gelben Berg:

Thetree

In die Kategorie „iss mich“, fällt wohl dieses Stückchen Essen, dass mich im Supermarkt angrinste:

Moin

So langsam fallen mir immer mehr Dinge zum Essen ein :) Abends sprießen in Shanghai lauter kleine Essensverkäufer aus dem Boden, die rohes, gegrilltes und alle anderen Arten von Essen anbieten. Direkt neben meiner Metrostation grillt ein Chinese jeden Abend leckere Fleischspießchen, die ich sehr gerne esse :) Leider spricht er nur ganz wenig chinesisch ;) Ich habe bisher herausgefunden, dass er zu einer der 50 Minderheiten in China gehört, die eigene Sprachen und Schriften (vielleicht auch nicht) haben. Außerdem wohnt er drei oder vier von Shanghai entfernt ;) Wenn ich genaueres weiß, lasse ich es Euch wissen :)

Hier gibt’s noch etwas zum Essen, am Samstag war ich auf einer Hochzeit eingeladen. Genau genommen war ich auf auf der Party der Braut. Wir sind dafür zu meiner Arbeitsstelle (äußerster rechter Rand der Shanghai-Karte) und dann noch 1.5 Stunden mit zwei Bussen gefahren. – Wir haben Shanghai nicht verlassen und es war noch immer sehr voll von Menschen, jedoch waren die Hochhäuser nur maximal 25 Stockwerke hoch. – Um 10 Uhr fing die Hochzeit an, wir waren leider zwei Stunden zu spät, aber das hat nachträglichen den Blick auf die Waage annehmbarer gemacht ;) So haben wir nur von 12 bis 17 Uhr alles gegessen, was auf den Tisch kam. Zwischendurch wurde ordentlich geböllert, ein Foto vom Brautpaar gemacht und den beiden gratuliert :)

Drei visuelle Kostproben (den Krebs hebe ich mir für später auf), die mich einiges an Überwindung gekostet haben – aber probiert habe ich alles :-D

Die Taube hat mich gleich am Eingang begrüßt – wenn ich mich nicht so überwinden müsste, würde ich sie öfter mal essen:

Taube

Allerlei vom Schwein. Die gelben Vierecke sind Schweinehaut – am Montag wollte mir mein Kollege etwas gutes tun und hat gleich Schweinehaut für mich geordert, die ich jedoch, dank einem Bissen Erfahrung, ihm überlassen habe:

Schweinehaut

Zu letzt wurde dieses wirklich leckere Stück Fleisch serviert, die Fettschicht und mein voller Magen haben mich jedoch nochmal Überwindung gekostet:

Speck

Huang Shan

Dezember 11, 2006

Moinmoin, ich war übers Wochenend auf dem Gelben Berg und in Nanjing.

Wir sind mit einem Nachtzug zur Stadt Huang Shang (Gelber Berg) gefahren und sind dann am Morgen auf den Berg gestiegen. Es bedurfte keiner speziellen Ausrüstung, um auf den Berg zu kommen, da es überall Treppen gibt. Diese werden auch von zahlreichen Lastenträger frequentiert, die mittels eines Jochs alles hochtragen, was benötigt wird.

Der Aufstieg dauerte ca. drei Stunden und hat uns alle ganz schön geschlaucht. Auf dem Berg haben wir über einen Chinesen, der uns schon den Transport zum Berg organisiert hat, ein günstiges „Hotel“ gefunden. An der Außenwand hing eine gehängte und gerupfte Ente und wir durften uns zu elft zwei Zimmer teilen. Fließend Wasser, geschweige denn ordentliche Toiletten gab es nicht, dafür war es günstig ;-)

Am nächsten Morgen sind wir bei Minusgraden abgestiegen, was vielen von uns eine nähere Bekanntschaft mit den Treppenstufen eingebracht hat. Zum Glück waren die extrem gefährlichen Stellen mit einem kleinen Geländer versehen, so dass wir alle heil zurückgekommen sind. Wir haben für den Abstieg jedoch 6 Stunden gebraucht.

Übrigens, die Lastenträger interessierte die Glätte überhaupt nicht, selbst die Sänftenträger sind mit Ladung schneller gewesen als wir ;-)

Nach dem Abstieg sind wir wieder in einen Nachtzug gestiegen und nach Nanjing gefahren, um uns am Sonntag die Stadt anzusehen. Um 6 Uhr morgens entschlossen wir uns vom Bahnhof zur Innenstadt zu laufen. Zwei Stunden später waren wir dann wach und total K.O., so dass ich und ein paar andere nur noch das große M ansteuern konnten, um auszuruhen. Entsprechend früh (12 Uhr) haben wir dann auch unsere Rückfahrt gebucht, auf der wir leider drei Stunden im Zug stehen mussten, da alle Sitzplätze ausverkauft waren.

Soviel für heute. Hier ist noch ein Bild vom Gelben Berg – es war sehr nebelig, so dass ich nur wenig Bilder vom Berg machen konnte (die Ente erspare ich Euch am Montag morgen ;-) Berg

Momentan habe ich sehr viel Arbeit, es kann deshalb sein, dass ich diese Woche nichts mehr bloggen kann.

Happy birthday to you

Dezember 5, 2006

Happy birthday, happy birthday, happy birthday dear King Wan Chalerm.

Who the King is Wan Chalerm? – Gestern Abend (04.12.) kam mein thailändischer Mitbewohner nach Hause und erzählt, dass er gerade auf einer richtig ordentlichen Feier mit 500 anderen Thailändern war (inkulsive dem Botschafter). – Alles for free, aber nur für Thailänder, denn heute (05.12.) hat der thailändische König Geburtstag.

Mir ist die Existenz des Königs erst vor ein paar Wochen/Monaten, während der Revolution, aufgefallen. Wie wichtig er ist, ist mir damals entgangen: sein Geburtstag ist der höchste Nationalfeiertag in Thailand :-D

Übrigens, dieses Jahr ist er erst 79. geworden, nächstes Jahr gibt’s dann die richtige Party :)

http://www.thailand.com/travel/festival/festivals_bangkok_king.htm

Chinglish

Dezember 4, 2006

Am Donnerstag habe ich meine ersten unangenehmen Erfahrungen mit chinesischem Essen gemacht. – Ein Stück einer Sahne-Schoko-Torte, die es zum Geburtstag eines Mitarbeiters gab, hat mich total umgehauen. Haha, aber nun habe ich das Geheimnis der schlanken Chinesen gelüftet: Statt einer ordentlichen Kuchengabel mit drei oder mehr Zinken, wurde diese riesige Torte mit einer Art Käsespieker gegessen, der nur über zwei Zinkchen verfügte, außerdem waren diese bestimmt
einen Zentimeter von einander entfernt.

Freitag war recht kurz – aufstehen, an den leckeren Kuchen denken, hinlegen, Samstag. Dafür war ich am Samstag in Hangzhou :) Die Stadt ist ca. drei Stunden von Shanghai entfernt und genauso groß wie Berlin. In der Mitte gibt es einen riesigen See mit mehreren Inseln, die wir besichtigt haben. Leider gibt’s hier in China nur wenige alte Gebäude, da fast alles in der Kulturrevolution zerstört wurde. Die Sightseeing-Touren sind deshalb auch nicht ganz so interessant, jedoch gibt es hier viele lustige Hinweisschilder in Chinglish :)

Plants

Grass disburb

Hier sind noch ein paar ältere Bilder: Doppelte Wand im Kuscheltiershop, Schatzkiste in der Bank, die voll mit Geld ist und eine Karte von Shanghai, in der ich ein paar wichitge Orte markiert habe.

doppelter Boder

Schatzkiste

Shanghai